Alltag
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Jungen* Aktionstage
Ferienfreizeit für Jungs im Alter von 10 - 13 Jahren in Lauterbach
Herbstferien 23.-27.10.2023
In den Herbstferien vom 23. bis. 27. Oktober 2023 geht es für 16 Jungs im Alter von 10-13 Jahren in die Jugendherberge Lauterbach. Ziel: Die Ferien voll Ausnutzen und Schwimmen, Fußball-, Basketball-, Tischtennisspielen, Klettern, Lagerfeuer machen und auf eigene Faust die Städte Lauterbach und Fulda erkunden. Begleitet von den Betreuern Jan, Paul und Kevin werden wir gemeinsam eine aktive Zeit haben und außerhalb von Schule und Nachbarschaft neue Freundschaften knüpfen und neue Freizeitangebote ausprobieren. Neben einem angeleiteten Programm, wie zum Beispiel der Besuch einer Boulder- und Kletterhalle, wird es Zeit und Raum zur gemeinsam abgestimmten Freizeitgestaltung geben, in der auch die schönste aller Aktivitäten - die Entspannung - garantiert nicht zu kurz kommen wird.
Bei dieser Veranstaltung sind noch Plätze frei.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 95€ pro Person.
Anmeldung und weitere Informationen sowie Hinweise zu möglichen Ermäßigungen des Teilnahmebetrags finden Sie im "Jugendportal" des Landkreises Marburg-Biedenkopf (www.lkmb.de/jugend).
Anmeldeschluss ist der 15.10.23.
Für weitere Rückfragen wenden Sie sich an den Fachdienst Jugendförderung, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, telefonisch zu erreichen unter 06421 405-1938 oder -1493 sowie unter der E-Mail-Adresse
Info als PDF
Neues Youtube-Video von: Essens-Duo mit Oud und Gitarre
Liebe Freunde gepflegter Gitarrenmusik,
hier kommt ein Link zu einem neuen Video von mir auf Youtube.
An einem schönen Sommertag im Juni 2020 habe ich gemeinsam mit Faleh Khaless (Oud - arabische Laute) dieses fröhliche Stück in Kehna (Weimar) aufgenommen.
Vielleicht habt Ihr mal Lust reinzuhören?
www.youtube.com/watch?v=pB1NrvNUJBs
In den kommenden Wochen werde ich noch weitere Videos veröffentlichen, die ich mit verschiedenen MusikerInnen letztes Jahr aufgenommen habe.
Wenn Euch diese Art Musik gefällt und Ihr die kommenden Videos nicht verpassen wollt, so könnt Ihr gerne meinen Youtube-Kanal abonnieren.
Wohin? - Gedanken, Worte und Musik zum Thema Flucht und Ankommen
Podcast-Produktion mit gesprochenen und gesungenen Texten von einem Marburger Vokal-Ensemble und zwei Aktivistinnen.
Schon für den April, dann für den November plante ein Marburger Vokalensemble unter Leitung der Chorleiterin Mareike Hilbrig, zusammen mit den Aktivistinnen Lydia Katzenberger und Friederike Monninger eine Lesung mit musikalischer Umrahmung zum Thema Flucht, Heimatverlust und Ankommen. An diesen Abenden wären Texte aus der Ich-Perspektive in Dialog getreten mit gesungenen Texten zu Heimatverlust der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko, die von der Komponistin Erna Woll für ein vierstimmiges Vokal-Ensemble vertont wurden.
Anlass waren persönliche Begegnungen mit geflüchteten Menschen der Medizinerin Friederike Monninger in griechischen Geflüchteten-Camps und der Theologin Lydia Katzenberger im Rahmen der Rechtsberatung in einer hessischen Erstaufnahme-Einrichtung. Anlass war zudem die desolate Situation flüchtender und geflüchteter Menschen an den europäischen Außengrenzen sowie auf europäischem Boden.
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten beide Aufführungen nun noch nicht stattfinden. Aber gerade während des Lock-Downs im Frühjahr und der aktuellen Infektionslage hat sich die Situation in den griechischen Flüchtlings-Camps verschlimmert. Gleichzeitig hat sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien von der Notlage der geflüchteten Menschen hin zu den eigenen pandemiebezogenen Notlagen in der nahen Umgebung verlagert, so dass die Lage der Geflüchteten kaum noch wahrgenommen wird.
Gerade jetzt - so der Gedanke der Aktivistinnen und des Marburger Vokalensembles - muss der geplante Abend in die Welt und in das Bewusstsein möglichst vieler Menschen.
Daher ist nun in Zusammenarbeit mit der freischaffenden Künstlerin Johanna Bank ein etwa 40-minütiger Podcast entstanden, unterstützt vom Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge e.V und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Dabei wurden in sensibler Detailarbeit bereits entstandene Aufnahmen aus Proben, eingelesene Texte und Erläuterungen, kleine solistische Einspielungen und Fragmente aus einem Mitschnitt des März-Konzerts vom Frauenkammerchor Marburg unter Leitung von Mareike Hilbrig mit Klaviermusik, interpretiert durch die Pianistin Claudia Meinardus-Brehm, dokumentarisch zusammenfasst und gleichzeitig das künstlerisch-poetische Moment erhalten.
Alle Beteiligten laden herzlich zum Hören, Nachspüren und Mitempfinden ein.
Hier gelangen Sie zum Podcast:
youtu.be/vBL7lwdLUhc
Hier gelangen Sie zum Probenmitschnitt:
youtu.be/qgpWBsk0enc
Diskriminierung
Angespuckt, angepöbelt, allein gelassen
Die Hessenschau thematisiert Gewalt und Alltagsrassismus
Diese jungen Hessen erleben täglich Rassismus und Gewalt
Veröffentlicht am 16.01.20 um 11:49 Uhr
Alltagsrassismus und Diskriminierung gehören für viele Hessinnen und Hessen zur Realität - bei manchen ein Leben lang. Sechs Erfahrungsberichte.
Von Anna Dangel (Protokolle)
>> Erfahrungsberichte lesen
Leila*, 30 Jahre
Ich wurde vergangenes Jahr in einem Frankfurter Supermarkt von einem Mann rassistisch beleidigt und sehr fest geschubst. Damals war ich im siebten Monat schwanger. Er sagte: "Was läufst du hier mit deinem blöden Kopftuch rum?" Als ich gesagt habe, dass ich schwanger bin, hielt er mir die Faust ins Gesicht und sagte: "Noch schlimmer, noch so einer von euch."
Die Filialleitung des Supermarkts hat mich nicht ernst genommen und wollte, dass ich nach Hause gehe. Ich habe darauf bestanden, dass die Polizei kommt. Daraufhin saß ich zehn Minuten alleine mit dem Täter in einem Raum. Vor den Beamten hat mich der Täter weiter rassistisch beleidigt.
Die Polizisten haben das heruntergespielt. Von ihnen hieß es, er dürfe das sagen, das sei seine Meinung. Wenn ich nicht verletzt sei, könne ich keine Anzeige wegen Körperverletzung stellen. Ich habe mich nicht beschützt und ernst genommen gefühlt und geweint. Der Täter meinte zu mir: "Siehst du nicht, dass du allein bist. Niemand weint mit dir."
Jonny, 27 Jahre
Ich wurde schon gemobbt, geschubst, angespuckt und immer wieder mit Asiaten-Witzen konfrontiert. Dabei hieß es oft "Schlitzauge", "Verpiss dich", "Kannst du überhaupt Deutsch?" oder "Geh in dein Land zurück".
An der Frage nach der Herkunft stört mich ihre Häufigkeit und dass mir manche Leute damit das Gefühl geben wollen, dass ich ein Fremdkörper in diesem Land bin. Wenn ich über meine Erfahrungen mit Alltagsrassismus spreche, werde ich oft nicht ernst genommen. Viele spielen das Problem runter, weil sie selbst keine Erfahrungen damit machen.
Toni, 26 Jahre
Wenn ich auf meine Herkunft angesprochen werde, höre ich oft, dass ich ein gutes Beispiel für eine "gelungene Integration" sei. Dass ich hier geboren und aufgewachsen bin, ist für einige Menschen keine Option. Ich werde immer wieder gefragt, woher ich komme. Wenn ich mit Deutschland antworte, wollen viele das nicht als Antwort hinnehmen. Sie fragen dann immer wieder, woher ich denn wirklich komme.
Das nimmt oft absurde Züge an, weil manchmal bis zu drei Rückfragen kommen. Ich wurde auch schon gefragt, woher ich denn überhaupt meinen deutschen Nachnamen hätte. Als Antwortmöglichkeiten fiel der Person nur Adoption oder Heirat ein - ein deutsches Elternteil jedoch nicht.
Beruflich war ich schon in sehr vielen Ländern. In Kanada und Amerika werde ich nie gefragt, woher ich wirklich komme. Dort gab es nur dann Nachfragen, wenn mein Akzent im Englischen auffiel.
Nala*, 32 Jahre
In einem Sportverein wurde mir von einem Mitglied schon mal körperliche Gewalt angedroht, weil ich wenige Minuten zu spät kam. Ein anderes Mal wurde ich gefragt, ob ich wisse, dass der Sportverein etwas gegen Ausländer habe. Außerdem warb der Verein neue Mitglieder an - mit der Ansage, Flyer dürften nur in Briefkästen mit "deutschen" Nachnamen geworfen werden.
Mich hat das alles sehr verletzt und traurig gemacht. Eigentlich wollte ich den Verein anzeigen, das habe ich dann aber aus Angst nicht getan. Letzten Endes bin ich aus dem Verein ausgetreten.
Maimouna, 29 Jahre
Ich bin Frankfurterin, hier geboren und aufgewachsen und erlebe jeden Tag Rassismus. Gerade eben hat mir jemand auf der Straße wieder das N-Wort entgegengeschrien, als ich mit meinem Tageskind unterwegs war. Das erlebe ich fast jede Woche.
Immer wieder höre ich, ich solle "in mein Land zurück" oder werde mit gebrochenem Deutsch angesprochen. In der U-Bahn setzen sich die Leute oft als letztes zu mir in den Vierersitz. Ein Uni-Professor schrieb mir nach einer Uni-Klausur einmal, ich solle meine Deutsch-Kenntnisse verbessern.
Chou, 34 Jahre
Ich habe einmal knapp die U-Bahn verpasst. Ein VGF-Mitarbeiter, der am Gleis stand, rief mir entgegen: "In Deutschland fahren die Bahnen pünktlich." Das ist für mich versteckter Rassismus.
Nach dem Hessentag haben mehrere Polizisten an einer Bahn-Station einmal wahllos Leute kontrolliert. Mich haben sie ohne Vorwarnung zuerst an die Wand und dann auf den Boden gedrückt. Als ich ein Knie im Rücken hatte, meinte ein Polizist zu mir: "Das gefällt euch, Frauen zu belästigen. Wir werden euch kriegen." Als ich gesagt habe, dass ich mir das nicht gefallen lasse und die Dienstnummern der Polizisten haben will, hat mich einer der Beamten weg geführt und mich gehen lassen. Die Dienstnummern habe ich nie erhalten.
*Name von Redaktion geändert, alle Namen der Redaktion bekannt
Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 16.01.2020, 19.30 Uhr
Blue Eyed Workshop
Dieser eintägige Workshop lässt zwei voneinander getrennten Gruppen, die Braunäugigen und die Blauäugigen, in höchstem Maß spüren, welche Auswirkungen Diskriminierung hat. Besonders interessant ist bei diesem Training der Austausch von Erfahrungen und durchlebten Emotionen der beiden Gruppen, derjenigen, die diskriminiert wurden und denen, die die Diskriminierungen beobachtet haben.
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Das Training verdeutlicht die Notwendigkeit, eine Gesellschaft aufzubauen, die sensibilisiert ist für ungerechte und unfaire Handlungen und Bedingungen, und eine diskriminierungsfreie Atmosphäre schafft. Das Konzept wurde 1968 von der amerikanischen Grundschullehrerin Jane Elliott entwickelt.
Die amerikanische Grund-schullehrerin Jane Elliott stand 1968, nach der Ermordung von Martin Luther Kings, vor dem Problem, wie sie dieses Ereignis ihren rein weißen, rein christ-lichen SchülerInnen in einer rein weißen, rein christlichen Dorfgemeinde in den Verei-nigten Staaten erklären sollte. Ihre SchülerInnen hatten niemals Kontakt zu Menschen anderer Hautfarbe und waren nie mit dem Elend konfrontiert, das durch Rassismus bedingt wird.
So entwickelte sie nach dem Gebet eines Sioux: "Oh Großer Geist, bewahre mich davor einen anderen Menschen zu beurteilen, bevor ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin" ein Trainingskonzept, das Menschen die Möglichkeit gibt, eine Maile in den Mokassins von jemandem zu laufen, der nicht weiß oder nicht christlich ist. Die Übung basiert auf der Aufteilung einer Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Augenfarbe in Blauäugige und Braunäugige. Die "Blau-äugigen" werden so angesehen und behandelt, wie traditionellerweise in dieser Gesellschaft Nicht-Weiße, Nicht-Christen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte in dieser Gesellschaft behandelt werden. Dabei werden alle negativen Stereotype, die wir in dieser Gesellschaft kennen, auf die Gruppe der Blauäugigen angewendet. Sie werden als Unterlegene eingestuft und als Unterlegene behandelt. Im Ergebnis beginnen diese, sich unterlegen zu fühlen und bestätigen das Stereotyp.
Bei der dem anschließenden Erfahrungsaustausch ist besonders interessant, wie die Teilnehmenden der beiden Gruppen (derjenigen, die diskriminiert wurden und denen, die die Diskriminierungen beobachtet haben) von ihren durchlebten Emotionen berichten.
Zu dem Training gehört eine Nachbesprechung, die entweder direkt am Folgetag oder 4-6 Wochen nach dem Training durchgeführt wird.
Jane Elliott:
"Menschen werden nicht als Rassisten geboren, sie werden dazu gemacht. Alles, was erlernt werden kann, kann auch verlernt werden."
"Rassismus hat nichts mit Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit zu tun, sondern nur mit oben und unten, mit arm und reich, mit Kategorien wie höherwertig und minderwertig. Wo Rassismus herrscht, werden auch Frauen, Schwule, Lesben und Behinderte ausgegrenzt."
Jürgen Schlicher wurde von Jane Elliott als Trainer für "Blue Eyed" ausgebildet. Als weißer Mann beschäftigt er sich beruflich und privat seit mehr als 20 Jahren mit den Themen Rassismus und Diskriminierung. Als Diplom-Politologe hat er das Dokumentations- und Informationszentrum für Rassismusforschung gegründet, ist Mitbegründer von ENAR (European Network Against Racism). Vor 16 Jahren hat er das Projekt "Schule Ohne Rassismus" nach Deutschland geholt und 2005 Diversity Works gegründet, ein Unternehmen, das sich auf die Beratung zum Thema Diversity Management spezialisiert hat.
Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in Duisburg.
Şeydâ Buurman-Kutsal wurde als Trainerin für "Blue Eyed" von Jane Elliott ausgebildet und leitet seit vielen Jahren Blue Eyed Workshops. Sie arbeitet als Trainerin und Beratungs-angestellte im Bereich Interkulturalisierung der Jugendfürsorge in den Niederlanden. Sie bietet Supervision für MigrantInnen an, die im Bereich Jugendfürsorge tätig sind, und entwickelt und begleitet sowohl Integrationsprojekte für MigrantInnen wie auch Antirassismus-Projekte.
Der Rassist in uns (ZDF_neo)
"Wo werden die blauäugigen hingebracht? Weshalb?
Wieso kommen sie nicht mehr zurück? Wo sind sie?"
Informationen zur SOUL-Beratungsstelle – Niedrigschwellige psychosoziale Unterstützung in Marburg
Wir möchten Ihnen heute die SOUL-Beratungsstelle vorstellen, die niedrigschwellige und vorurteilsbewusste psychosoziale Beratung in Marburg anbietet.
SOUL richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer Kultur und/oder Religion Vorurteilen oder Diskriminierung ausgesetzt sind. Das Angebot steht Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung offen.
Was macht SOUL besonders?
Unsere Berater
haben eigene Diskriminierungserfahrungen und agieren somit als "Peers". Sie sind speziell geschult und erhalten regelmäßige Unterstützung durch Expert sowie Fortbildungen.
Die Beratung wird in verschiedenen Sprachen angeboten, darunter:
- Arabisch
- Dari
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Russisch
- Türkisch
- ...
Wer kann sich an SOUL wenden?
SOUL bietet frühzeitige Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, zum Beispiel wenn:
- Du Dich überfordert fühlst (durch Stress, Schule, Studium, Job, Familie, ...)
- Du Gewalt erlebt hast und nicht weißt, wie Du damit umgehen sollst
- Du aufgrund Deiner Kultur oder Religion diskriminiert wirst
- Du nicht weißt, an wen Du Dich mit Deinem Problem wenden kannst
- Du familiäre Schwierigkeiten hast
- Du jemanden verloren hast oder jemand aus Deinem Umfeld schwer erkrankt ist
- Du Dich einsam und traurig fühlst und das Gefühl hast, dass niemand Dich versteht
SOUL unterstützt Dich nicht nur in diesen Situationen, sondern begleitet Dich auch bei der Suche nach weiterführenden Hilfsangeboten.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Beratung für Hilfesuchende sowie Details zur zweiten Schulungsstaffel, falls Sie selbst Berater bei SOUL werden möchten.
König Bansah und seine Tochter
Dokumentarfilm zum Internationalen Tag gegen Rassismus
In Ludwigshafen am Rhein lebt ein Mann, der eine kleine Kfz-Werkstatt betreibt und gleichzeitig König ist für rund 200 000 Menschen in Ghana: König Céphas Bansah. 83 min | 29.03.2021 | UT
Inhalt:
Inhalt:
Seit 1970 lebt er in Deutschland. Er regiert sein Volk von seiner Werkstatt aus. Seine Tochter Katharina (39) ist in Ludwigshafen geboren und aufgewachsen. Sie ist selbstständige Grafikdesignerin, Feministin, Freigeist, Künstlerin und eben: Königstochter.
Vater und Tochter reagieren unterschiedlich auf die wachsende Ablehnung der weißen Mehrheitsgesellschaft in Deutschland. Der königliche "Exot" setzt auf Anpassung und finanziert auf diese Weise wichtige Hilfsprojekte in Ghana. Katharina dagegen will aufhören, sich als Deutsche zu beweisen. Nach langer Zeit begleitet sie ihren Vater wieder einmal in sein Königreich nach Ghana. Sie möchte mit diesem Teil ihrer Identität in Kontakt treten und für sich klären, ob sie eines Tages die Thronfolge übernehmen will. Auf dieser Reise sieht Katharina ihren Vater mit anderen Augen und erkennt, welche Rolle ihre ghanaische Seite für sie selbst spielt.
"König Bansah und seine Tochter" erzählt von einer ganz besonderen Vater-Tochter-Beziehung. Und von einer Suche: der Suche nach den Wurzeln, nach Zugehörigkeit, nach der emotionalen Heimat aller Menschen und von Menschen mit migrantischem Hintergrund im Besonderen.
Nach dem Tod von George Floyd in den USA im Jahr 2020 ist weltweit eine Debatte über Rassismus entflammt. Auch in diesem Film berichten Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe, wie sie Rassismus im Alltag erleben - in Deutschland.
Stab:
Regie - Agnes Lisa Wegner
Autor - Agnes Lisa Wegner
Kamera - Marcus Winterbauer
Schnitt - Ulrike Tortora
Musik - Ziggy Has Ardeur
Offener Brief: keine Abschiebungen mehr nach Somalia!
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Bouffier,
sehr geehrter Herr Stellvertretender Ministerpräsident Al-Wazir,
sehr geehrter Herr Innenminister Beuth,
sehr geehrter Frau Fraktionsvorsitzende Claus,
sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender Wagner,
Mitte Februar wurde Omar F., der fast acht Jahre in Deutschland gelebt hat, aus Hessen in das von Bürgerkrieg und Terror zerrüttete Land Somalia abgeschoben. Omar F. war ein Teil unserer Gesellschaft und bereits seit drei Jahren in Vollzeit beschäftigt.
Diese Abschiebung ist ein Tabubruch. Es ist nicht hinnehmbar, dass Hessen als erstes Bundesland einen gut integrierten Menschen, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, in eine lebensgefährdende Situation abschiebt.
Schon im November 2013 ist Omar F nach Deutschland gekommen. Bis 2017 dauerte es, bis das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über seinen Asylantrag entschieden und ihn ablehnt hat; noch einmal bis März 2020, bis er auch im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht scheiterte. Doch in diesen vielen Jahren hat Omar hier Fuß gefasst, sich trotz seiner unsicheren Situation eine Arbeit als Maschinenführer bei einem Recyclingbetrieb gesucht.
Er verdiente seinen Lebensunterhalt seit drei Jahren selbst und wurde von Vorgesetzten und Kolleg*innen geschätzt. In wenigen Monaten hätte er eine Beschäftigungsduldung oder sogar eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25b des Aufenthaltsgesetzes erhalten können.
Diese Regelungen hat der Bundesgesetzgeber ausdrücklich für Fälle wie Omar F. vorgesehen, um gute Integrationsleistungen zu honorieren, aber auch um Arbeitgeber die zugesagte Sicherheit zu vermitteln, dass ihre Beschäftigten nicht abgeschoben werden.
Mitte letzten Monats wollte Omar F. seine Duldung bei der Ausländerbehörde verlängern lassen, als er überraschend festgenommen, in die Darmstädter Abschiebungshaft gebracht und bereits nach zwei Tagen mit einem Linienflug der Qatar Airways nach Mogadischu abgeschoben wurde.
Die Umstände seiner Abschiebung werfen Fragen auf.
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Wieso wurde jemand, der offensichtlich nicht flüchtig war, einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle hatte, in Abschiebungshaft genommen? Hat die Ausländerbehörde die gesetzlich bald mögliche und politisch gewollte Aufenthaltssicherung gezielt ignoriert?
Der Arbeitgeber hätte seinen Mitarbeiter gerne wieder sofort im Betrieb. Doch es wird so gut wie unmöglich für Omar sein, nach Deutschland zurückzukehren. Arbeitsvisa für eine »unqualifizierten Tätigkeit«, wie er sie hatte, werden in der Regel nicht erteilt, unabhängig davon, ob der Lebensunterhalt selbstständig gesichert werden kann.
Sofern allerdings der politische Wille für eine Korrektur dieser unverhältnismäßigen Abschiebung bestünde, böte § 7 Abs. 1 Satz 2 AufenthG eine Möglichkeit, wonach in begründeten Fällen eine Aufenthaltserlaubnis auch für einen vom Gesetz nicht vorgesehenen Aufenthaltszweck erteilt werden kann. Nicht nur davon müsste jetzt Gebrauch gemacht werden.
Ferner müsste die mit der Abschiebung verhängte Wiedereinreisesperre aufgehoben und ihm müssten die Abschiebungskosten erlassen werden, die sonst vor einer Wiedereinreise abzuzahlen wären.
Wir sind der Ansicht, dass von Abschiebungen nach Somalia generell abgesehen werden muss - insbesondere in Zeiten der Pandemie, welche die ohnehin verheerende Situation in Somalia noch weiter verschärft hat.
Somalia steht auf dem zweiten Platz des Indexes der weltweit fragilsten Staaten. Die letzten demokratischen Wahlen fanden vor 52 Jahren statt. Die für dieses Jahr vorgesehene Wahlen wurden verschoben. In der Hauptstadt Mogadischu - in die Omar F. abgeschoben wurde - kommt es aktuell nicht zuletzt deswegen zu gewalttätigen Ausschreitungen. Auch die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab verübt regelmäßig tödliche Anschläge.
Darüber hinaus hat die gesamte Region seit letztem Jahr mit einer großen Heuschreckenplage zu kämpfen. Schon vorher war ein Drittel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Durch die aktuelle Katastrophe hat sich die Situation nun noch weiter verschärft.
Neben alldem kämpft die Bevölkerung auch dort gegen das Coronavirus. Somalia hat eines der marodesten Gesundheitssysteme der Welt: Auf 1.000 Einwohner*innen kommen 0,028 Ärzt*innen, es gibt im gesamten Land nur 25 Intensivbetten und ein einziges Beatmungsgerät. Expert*innen gehen wegen fehlender Testkapazitäten von einer hohen Dunkelziffer bei den Infektionszahlen aus.
Abschiebungen nach Somalia waren bis 2018 faktisch ausgesetzt und auch in den Folgejahren wurden ausschließlich als Straftäter und Gefährder kategorisierte Männer abgeschoben.
Jetzt wurde in Hessen eine rote Linie überschritten, indem mit Omar F. ein Mensch abgeschoben wurde, der nicht nur keine Straftaten verübt hat, sondern bestens integriert war. Dies verunsichert zurzeit die gesamte somalische Community zutiefst, die bundespolitisch gerade noch das Signal erhalten hatte, zu den Gruppen mit einer sog. gute Bleibeperspektive zu gehören. Es ist höchste Zeit, dieser Verängstigung entgegenzuwirken und die desaströse Situation in Somalia anzuerkennen.
Darum fordern wir Sie auf, einen hessischen Abschiebestopp für Somalia zu verfügen und sich bei der kommenden Innenminister*innenKonferenz im Juni für einen bundesweiten Abschiebestopp einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Yasmin Alinaghi, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen
Andreas Lipsch, Vorsitzender der BAG PRO ASYL
Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Hessischen Flüchtlingsrats
Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen
Pressemeldung: Paritätischer warnt vor Rassismus in Jobcentern
Pressemeldung vom 16.03.2021
Von: Gwendolyn Stilling
Der Paritätische Wohlfahrtsverband bewertet die Ergebnisse einer heute von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) veröffentlichten Umfrage, nach der EU-Ausländer*innen bei der Beantragung von Sozialleistungen oder von Kindergeld einer diskriminierenden und zum Teil rechtswidrigen Behördenpraxis ausgesetzt sind, als skandalös und warnt vor strukturellem Rassismus in Jobcentern.
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Nach der heute veröffentlichten Studie liegen fast der Hälfte der rund 400 bundesweit befragten Beratungsstellen Berichte vor, wonach EU-Bürger*innen aus Osteuropa bereits in der Eingangszone von Jobcentern abgewiesen worden seien und somit keinen Antrag auf "Hartz IV" stellen konnten.
Die Abweisung passiere häufig pauschal ganz ohne Begründung oder mit dem Hinweis, ihre Deutschkenntnisse wären nicht ausreichend oder eine dolmetschende Person wäre nicht dabei - was eindeutig rechtswidrig sei, erläutert Natalia Bugaj-Wolfram, Referentin für Migrationssozialarbeit beim Paritätischen Gesamtverband. Gelingt die Antragstellung, werden von EU-Bürger*innen oft unverhältnismäßig hohe Anforderungen an das Vorlegen von Dokumenten gestellt. Teilweise werden aufstockende Leistungen trotz belegtem Erwerbstätigenstatus verweigert. Hintergrund sei eine BA-interne Arbeitshilfe zur "Bekämpfung von bandenmäßigem Leistungsmissbrauch im spezifischen Zusammenhang mit der EU-Freizügigkeit". Sie bewirke, dass an Ausländer*innen, die Hartz IV beantragen, erhöhte Anforderungen gestellt und letztlich Hürden zur Antragstellung aufgebaut würden.
"Ich weiß nicht, ob das, was wir aus den Jobcentern hören, bereits struktureller Rassismus ist. Wenn nicht, ist es auf jeden Fall recht nahe daran”, warnt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.
Die Auswertung der Umfrage zu "Praxiserfahrungen der Mitarbeitenden in der Beratung: Schwierigkeiten von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern in der Durchsetzung von Leistungsansprüchen” finden Sie hier: www.bagfw.de
Lesen Sie zum Thema auch diesen Beitrag vom 11.03.2021 im RBB: www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/03/diskriminierung-arbeitsagentur-eu-buerger-leistungsmissbrauch.html
Was tun nach einem rassistischen Angriff?
Ratgeber für Betroffene
Die Broschüre informiert geflüchtete Menschen in zehn Sprachen über wichtige Sofortmaßnahmen für den Fall rassistischer Gewalt. Eine klare Struktur, einfache Formulierungen und zusätzliche Illustrationen erhöhen die Verständlichkeit. Eine Perforation ermöglicht es, die Informationen in jeder Sprache einzeln herauszutrennen und bei Bedarf an andere Betroffene, Freund_innen oder Zeug_innen zu verteilen. Für die gesamte Broschüre und für jede Sprache einzeln sind außerdem QR Codes vorhanden. Mithilfe dieser QR Codes können die jeweiligen Inhalte auf ein Smartphone heruntergeladen werden.
Die Printversion der Broschüre kann hier auf der Website von IDA-NRW bestellt werden. Institutionen, Vereine, Initiativen und Privatpersonen, die mit geflüchteten Menschen arbeiten, sind herzlich eingeladen, auch größerer Stückzahlen zu bestellen.
Die Broschüre kann zudem als Gesamtpublikation (PDF-Datei 9MB) heruntergeladen werden oder einzeln in folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Kurmancî, Farsi, Pashto, Tigrinya, Albanisch, Romanes
Dolmetscher
DolMa Buchungsplattform
Zur Überwindung von Sprachbarrieren und Verbesserung der Kommunikation bietet der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Buchungsplattform von Laien-Dolmetschenden an.
Über die Buchungsplattform können Sie Laien-Dolmetschende für Ihre Termine anfragen. Weitere Informationen zum Ablauf, verfügbaren Sprachen und Kosten finden Sie direkt auf der Buchungsplattform:
Über DolMa können Sie Dolmetschen vor Ort, Telefondolmetschen und Videodolmetschen buchen. Schriftliche Übersetzungen können Sie nicht über DolMa buchen.
Sollten Sie Bedarf an nicht verfügbaren Sprachen, vereidigten Dolmetschenden oder schriftlicher Übersetzung haben, können Sie beispielsweise hier nach Dolmetschenden suchen:
Kontakt:
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Büro für Integration
E-Mail:
Telefon: 06421 405-4181
Leitfaden
BUNDESSPRACHENAMT
Flüchtlingsunterstützung des Bundessprachenamtes: Verständigungshilfen online
Das Bundessprachenamtes unterstützt mit Dienstleistungen im eigenen Kompetenzbereich: Der Sprache. So werden Flyer und Broschüren in Amtshilfe übersetzt, Dolmetschdienstleistungen erbracht und ehrenamtliche Aufgaben übernommen. Ganz neu im Portfolio: Die Verständigungshilfen, die ab sofort zum Download zur Verfügung stehen – schnell, einfach und kostenfrei.
Neun Verständigungshilfen stehen zum Download bereit:
CNMS meets Refugees
Marburger Studierende im CNMS haben Präsentationen zu ausgewählten Themen, die Flüchtlingen und Migrant/innen ein besseres Verständnis für eine bessere Eingliederung in Deutschland bieten sollen, in Arabisch ausgearbeitet.
Diese stehen jetzt auch auf dem Uni-Marburg - YouTube Kanal zur Verfügung.
Eine Weiterverbreitung wäre auch ein schöner Dank an die Studierenden und MitarbeiterInnen.
Weiterlesen
Stadt Marburg // مدينة ماربورج
14:55
Bewerbung // البحث عن التقديم للعمل
6:37
Arbeitsvertrag // عقد العمل
6:54
Elterngeld // إعانة الوالدين
14:41
Firmen Marburg // أكبار شركات في مدينة ماربورج
12:04
Zeitarbeit // شركات العمل المؤقت
2:17
Deutsches Schulsystem // النظام المدرسي
15:56
Duales Ausbildungssystem // التعليم المهني المزدوج
8:57
Handwerk // الحرفة
8:04
Hidden Champions //
الشركات الصغيرة في مدينة ماربورج
11:32
Diakonie Deutschland
Thema kompakt (als PDF) – Wie ich mich für Flüchtlinge engagieren kann
- Wichtige Fragen die im Vorfeld zu klären sind
- Persönliche Voraussetzungen
- Möglichkeiten und Grenzen für freiwilliges Engagement
- Sachen spenden
- Wohnraum anbieten
PRO ASYL - DER EINZELFALL ZÄHLT.
Ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren
Bundesweit engagieren sich Tausende Menschen für Flüchtlinge und es werden immer mehr. Auch Sie wollen Flüchtlinge unterstützen? Das ist großartig. Auf den Seiten von PRO ASYL finden Sie Infos, Tipps und weiterführende Materialhinweise.
PDF: "Herzlich Willkommen. Wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann"
- Flüchtlinge privat aufnehmen – Wie geht das? Was muss ich beachten? An wen kann ich mich wenden?
- Leitfaden – Herzlich Willkommen - Wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann. Dieses Heft soll Anregungen liefern, wo Sie sich einbringen können, damit schutzbedürftige Menschen hier gut ankommen, in Sicherheit leben, die Chance auf Teilhabe erhalten und sich zuhause fühlen können.
Refugee-Guide: Gut in Hessen ankommen- Eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland
Eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland: Die Broschüre, die in verschiedenen Sprachen erhältlich ist, gibt nützliche Tipps und Informationen. Angeregt wurde sie durch Fragen, die viele Geflüchtete immer wieder stellen.
- Refugee Guide (deutsch)
- Refugee Guide (albanisch)
- Refugee Guide (arabisch)
- Refugee Guide (dari)
- Refugee-Guide (englisch)
- Refugee Guide (französisch)
- Refugee Guide (pashto)
- Refugee Guide (tigrinya)
Links oder Apps
"Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge"
ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und dem Bundesministerium, damit die nächsten Wege leichter werden. Ziel ist es, vor Ort Bündnisse aus engagierten Menschen der Kommunalverwaltung, freien Trägern und der Zivilgesellschaft zu stärken und neue zu etablieren. Dazu wurden 6 regionale Servicebüros in Deutschland eröffnet mit folgenden Angeboten: Analyseworkshop, Prozessbegleitung, Hospitation und Austausch Beratung und Fortbildung, Bürgerdialoge.
Dazu gibt es eine eigene Website – www.willkommen-bei-freunden.de
Im Menüpunkt "Helfen" gibt es eine APP zur besseren Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements und schnellerem Zugang zu Initiativen. Probieren Sie das Tool online aus indem Sie ein Profil erstellen und Ihren konkreten Unterstützungsbedarf angeben.
Flyer
Android-App erleichtert Spracherwerb
Philipps-Universität Marburg veröffentlicht mobile Deutsch-App zum berufsbezogenen Sprachlernen. Die kostenlose App kann über die Projektseite der AG DaF heruntergeladen werden.
BPtK - BundesPsychotherapeutenKammer
Sehr gerne informiere ich Sie über zwei neu erschienene Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) für Flüchtlingshelfer
- "Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen"
- "Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind" für Flüchtlingseltern
auf Arabisch, Englisch und Deutsch
Die Ratgeber können auf der Homepage der BPtK heruntergeladen, sowie bei der BPtK in gedruckter Form bestellt werden: www.bptk.de
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
hat eine neue Internetpräsenz "Asyl und Flüchtlingsschutz" mit folgenden Thematiken:
Schema - Ablauf des deutschen Asylverfahrens
- Ablauf des Asylverfahrens
- Ankunftszentren
- Erst-, Folge- und Zweitanträge
- Sonderverfahren
- Unbegleitete Minderjährige
- Familienasyl und Familiennachzug
- Flüchtlingsmanagement
und einige mehr auf der
Internetseite: www.bamf.de
Das tip doc Gesundheitsheft
für Asylbewerber in verschiedenen Sprachen zur Erleichterung für die gesundheitliche Versorgung. Es bietet eine einfache Hilfe für die Kommunikation zwischen Asylbewerbern als Patient und dem Arzt/Ärztin oder medizinischen Einrichtungen.
Die mehrsprachigen Anamnesebögen und Therapiepläne können unter www.medi-bild.de oder www.tipdoc.de heruntergeladen werden. Sie benötigen nur 1 Schnellhefter und 7 Klarsichtfolien für die Abheftung.
Hier finden sie wichtige Informationen und die Anleitung zur Erstellung rundum das persönliche Gesundheitsheft.
Der Paritätische Gesamtverband
An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die Website www.fluechtlingshelfer.info aufmerksam machen. Hier finden Sie neben Schulungsmaterialien, Arbeitshilfen, Projektvorstellungen und weiteren Links zum Thema Flucht-Asyl-Ehrenamt auch 5 Filmclips zur Perspektive von Geflüchteten auf das Thema Ehrenamt. Alle Clips stehen nun zu Ihrer Verfügung:
Entweder auf der Website oder zum Download unter: drive.google.com
Weiterlesen
Sie bieten sich an für einen Perspektivwechsel, thematisieren Erwartungen und Missverständnisse in der freiwilligen Unterstützung von Geflüchteten und zeigen gute Beispiele, wie es gelingen kann. Die Filme wurden bewusst in der Absicht produziert, diese auch für Schulungen oder andere Vorführungen zu nutzen.
Regisseurin ist Julia Oelkers. Sie hat unter anderem die Dokumentation "Can't be silent" gemacht, bei der sie die Band Heinz Ratz and the Refugees begleitet hat. Julia Oelkers beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Situation von Geflüchteten.
Für Rückfragen zum Kurzfilm und zu den einzelnen Clips oder den Protagonist*innen des Films stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Paul Kollasch
Projektreferent
Koordinierung, Qualifizierung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge
Abteilung Migration und Internationale Kooperation
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-472
Telefax: 030 24636-140
E-Mail:
Radikalisierung ==> Glaube oder Extremismus?
Hilfe für Angehörige die sich unsicher sind, Angst haben oder fürchten, dass die neue Weltanschauung ihres Kindes statt tiefer Glaube ein abrutschen in den Extremismus ist und die Gefahr der Radikalisierung besteht oder schon vorhanden ist. Das Bundesamt hat eine Broschüre zusammengestellt, die aufklärt, Hilfe anbietet und auf die Beratungsstelle Radikalisierung hinweist. Außerdem gibt es bundesweit Kooperationspartner wie zum Beispiel die Beratungsstelle Hessen.
Universitätsstadt Marburg
Die Stadt bietet vielseitige Angebote für Flüchtlinge an, um Marburger Flüchtlinge willkommen zu heißen. Marburger Bürger und Bürgerinnen gestalten Angebote, die den Flüchtlingen dabei helfen, Land und Leute kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und an gesellschaftlichen Aktivitäten teilzuhaben. Sie suchen helfende Hände, die die Angebote an die Marburger Flüchtlinge weitergeben. Informationen zu den jeweiligen Angeboten finden Sie auf der Homepage der Universitätsstadt Marburg.
Unterstützungs- und Hilfsangebote
in verschiedenen Sprachen für Flüchtlinge bei Konfliktsituationen, Schutz vor häuslicher Gewalt, das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", Schwangerschaftsberatung und Mehrgenerationenhaus. Die Angebote können heruntergeladen oder auch bestellt werden. www.bmfsfj.de
Schutz und Beratung
Integration Help Desk - Flüchtlingshilfe beim DRK
Integration
Aus unseren Erfahrungen mit den Geflüchteten, ihren Erzählungen und Fluchtschicksalen entstand der Gedanke, diesen Menschen auch bei der Integration in unsere Gemeinschaft weiter behilflich zu sein.
Dabei setzten wir in erster Linie auf das Erlernen der Sprache, soziale Kontakte und Teilhabe, z.B. in Sport- und Kulturvereinen, und letztendlich Arbeit.
Ebenso möchten wir Wohnungsangebote von den Städten und Gemeinden generieren und uns dazu mit anderen Akteuren vernetzen.
Individuelle Beratung
- Von Mensch zu Mensch - wir sehen uns in erster Linie als Gesprächspartner
- Beratung ohne formale Zwänge
- Wir wollen nicht belehren, sondern helfen
- Individuelle Problemlösungen, die realisierbar sind
- Anleitung und Ermutigung zur Selbsthilfe
- Wenn der Beratungstermin zu Ende ist, ist der Fall für uns nicht abgeschlossen
- Wichtig ist uns das Feedback unserer Kunden
Vernetzung
- Zusammenarbeit mit anderen Hilfeträgern
- Unterstützung der Sprachkursangebote
- Kooperation mit Ausländerbehörde Fachbereich Jugend und Soziales und dem KJC
- Dialoge mit Schulen, Vereinen und Verbänden zur sozialen Teilhabe
- Kontakte zu Arbeitgebern, Schaffung von Arbeitsgelegenheiten
- Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden sowie Wohnungsbaugesellschaften
Kontakt
Beratungsbüro
DRK Integration Help Desk
Hainstraße 83
35216 Biedenkopf
06461-77355
www.drk-biedenkopf.de
Bürozeiten
Montag 12.00-18.00 Uhr
Mittwoch 12.00-15.00 Uhr
Wer kann mir bei Konfliktsituationen helfen?
Hilfs- und Beratungsangebote in verschiedenen Sprachen bei "Gewalt gegen Frauen" oder "Schwangere in Not" Hilfe und Beratung auch für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen. Telefonnummern und weiterführende Websites siehe Flyer.
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| Keine Termine |
Landkreis Marburg-Biedenkopf:
- Wohnung: E-Mail-Adresse, bei dem Sie über zur Verfügung stehenden Wohnraum informieren können: wohnraum-ukraine@marburg-biedenkopf.de
- Dazu könnt Ihr ebenfalls die Hotline 06421 405-7272 anrufen. Sie ist erreichbar Montag bis Freitag, 8:00 bis 18:00 Uhr, kommendes Wochenende (5. und 6. März, von 10.00 bis 20.00 Uhr). Auf www.marburg-biedenkopf.de werden wir auch ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen hinterlegen (dazu habt bitte noch etwas Geduld)
- Dolmetschende: Dolmetscherinnen und Dolmetscher mit ukrainischen Sprachkenntnissen melden sich unter bewerbung-dolma@marburg-biedenkopf.de
- Spenden: Geldspenden sind in der aktuellen Situation das beste Hilfsmittel. Spenden nimmt der DRK Kreisverband Marburg-Gießen e.V. entgegen. Spendenkonto www.drk-mittelhessen.de/spenden
oder
per Banküberweisung unter dem
Stichwort "Nothilfe Ukraine"
Sparkasse Marburg-Biedenkopf
DE 02 5335 0000 0011 0066 20
BIC: HELADEF 1MAR
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